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Hauskauf

Gibt es Grundvoraussetzungen beim Grundstücks- und Immobilienkauf?

Generell gibt es keinerlei Beschränkung beim Kauf einer kanadischen Immobilie oder eines Grundstücks. Jeder ausländische Staatsbürger kann in Kanada Grund und Boden erwerben, jedoch ergibt sich durch den Besitz alleine keinerlei bevorzugtes Aufenthaltsrecht in Kanada!

Eine gute Möglichkeit sich über Immobilienpreise in Kanada zu informieren, ist MLS: www.mls.ca. Hierauf werden alle Häuser in ganz Kanada gelistet, welche durch Makler verkauft werden. Makler haben hier in Kanada ein anderes Ansehen als in Deutschland und sind strikten Regeln unterworfen.

In Kanada gibt es einen Makler, der den Verkäufer vertritt und einen anderen Makler, welcher den Käufer vertritt. Anders als in Deutschland sollte man nicht den Makler kontaktieren, der das jeweilige Objekt gelistet hat, sondern den eigenen Makler des Vertrauens, da dieser die eigenen Interessen besser vertritt.

Beide Makler werden vom Verkäufer bezahlt, so dass die Maklerspesen von ca. 5% des Verkaufspreises generell bei der Gestaltung der Preise einkalkuliert werden. Es ist zu beachten, dass in Kanada etwa 10% aller Immobilien-Verkäufe ohne Makler durchgeführt werden, was sich durch das Wegfallen der Maklerspesen sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer rentieren kann. Man sollte sich dann aber gut mit den jeweiligen Formalitäten und rechtlichen Rahmenbedingungen auskennen. Mit der Abwicklung des Kaufvertrag und der Grundstücksübertragung wird generell ein Rechtsanwalt oder Notar beauftragt. Makler und Käufer sollten jeweils einen anderen Rechtsanwalt beauftragen, um keinen Interessenkonflikt aufkommen zu lassen. Die Kosten des Rechtsanwaltes betragen mehrere Hundert Dollar, jedoch längst nicht soviel, wie beim deutschen Notar fällig werden würden.

Eine populäre Seite, auf der Immobilien direkt vom Verkäufer gelistet werden, ist z.B. http://bytheowner.com.

Mortgage (Hypothek)

Es gibt drei Teile, welche Banken bei einer Mortgage berücksichtigen:

  1. Credit History (Credit Rating): Gibt Auskunft wie sich der Kunde in der Vergangenheit bewährt hat. (Was in der Vergangenheit geschehen ist wird statistisch gesehen auch in der Zukunft geschehen). Es empfiehlt sich also mindestens einmal jährlich sein Credit Rating abzufragen.
  2. Equity (Down Payment): Jede Mortgage muss versichert werden, wenn die Anzahlung (down payment) weniger als 20% des Kaufpreises beträgt. Die Versicherung wird in der Regel von CHMC gekauft.
  3. Wenn der Kunde 20% Anzahlung leisten kann, geht man davon aus, dass der "Default" (also die Zahlungsunfähigkeit) eher unwahrscheinlich ist. Ausserdem hat das Kreditinstitut natürlich eine ganz andere Sicherheit, da wenn Sie das Haus verkaufen müssen, sie Ihr Geld auf jeden Fall wieder bekommen. Die Versicherung kostet etwa 1.55-3.85 % des Kaufpreises, also durchaus eine stolze Summe.
  4. Der dritte Punkt ist das Einkommen, oder womit wird das Darlehen zurück bezahlt wird. Eine generelle Rechnung: CMHC sagt das ein Haushalt nicht mehr als 32%-40% vom Einkommen für die Rückzahlung des Darlehens aufbringen kann. Dabei werden die Fixkosten (wie Grundsteuern und Heizkosten) mit eingerechnet.

Ich würde jedem empfehlen nicht unbedingt das Angebot der Hausbank blind anzunehmen, sondern mehrere (!) Mortgage Broker zu kontaktieren und sich das beste Angebot heraussuchen zu lassen. Der Service des Mortgage Brokers ist für Sie kostenlos, da er von den Banken bezahlt wird. Wir haben durch den Mortgage Broker einen 0.25% niedrigeren Zinssatz erhalten, was letztlich einige Tausend Dollar ausmacht.